Information Pulverbeschichtung: Beschichtungsgerechte Konstruktion

1. Konstruktion:

Ja Nein
  • Keine Winkel unter 90°, oder vor dem Beschichten an diesen Stellen Ausbesserungsfarbe auftragen, da sonst durch die elektrostatische Aufladung faraday´sche Käfige entstehen in die das Pulver schlecht bzw. nicht eindringen kann.
  • maximale Abmessungen: 6500 x 1600 x 600 mm einhalten.
  • Anhängen durch Löcher, Schrauben ... ermöglichen, so daß eventuelle Ablauföffnungen nach unten zeigen und die Maximalmaße nicht überschritten werden.
  • Darauf achten, daß die Aufhängepunkte so gewählt sind, daß Aufhängehilfsmittel wie Haken, Draht, ... nicht an Sichtflächen anstoßen können. An allen Stellen an denen sich bei der gewählten Aufhängevariante Wasser ansammeln kann. Löcher, Schlitze, ... so anbringen, daß das in die Konstruktion eindringende Wasser ablaufen kann. (überkochendes Wasser läuft über die Pulverschicht und hat das Aussehen wie übergekochte Milch).
  • Fehlende Löcher werden wir gegen Berechnung anbringen, können aber keine Gewähr für eine eventuell falsche Plazierung übernehmen.
  • Die Konstruktion muß stets so ausgeführt sein, daß bei den gewählten Aufhängungen keine Verzugsgefahr beim Einbrennen mit bis zu 220°C besteht.

    Vorbereitung:

    • Rost, Weißrost, Zunder, Farbe, Fettstift, Kreide, festanhaftendes Fett, Klebebandrückstände, etc. vor dem Beschichten entfernen.
    • Flächen die nicht beschichtet werden dürfen, mit geeignetem Abklebeband o.ä. (Hitzebeständigkeit beachten) abdecken.
    • Verzinkte Teile anschleifen um Oxidationsprodukte und eventuelle Schlacke- und Flußmittelrückstände zu entfernen (Haftung der Pulverschicht)!
    Sind die Flächen nicht entsprechend vorbereitet, gehen wir davon aus, daß daraus resultierende Oberflächenfehler unerheblich sind.
  • Generell dürfen die Teile nicht gelötet sein, da das Lot den auftretenden Einbrenntemperaturen im Normalfall nicht standhält.

2. Hinweise:

  • Keine Zinkausbesserungsfarbe verwenden. Nicht zu beschichtende Flächen entweder durch eine Markierung auf dem Material oder Angabe auf dem Lieferschein angeben.
  • Bei Werkstücken aus Stahl besteht durch Ausgasungen von Silizium und/oder Phosphor während dem Einbrennvorgang die Gefahr einer Kraterbildung, besonders stark ist dieser Effekt (Nadelstiche) bei verzinkten Bauteilen ausgeprägt. Um dies zu minimieren kann auch ein ausgasungsreduzierendes Beschichtungspulver eingesetzt werden.
  • Da die Pulverbeschichtung Kapillaren enthält in denen Feuchtigkeit auf das Grundmaterial kommen kann, dürfen blanke, beschichtete Stahlteile keinesfalls der Bewitterung ausgesetzt werden. Damit keine Ausgasungen, Haftungsschwierigkeiten und Verputz-Aufwand auftreten können, empfehlen wir eine Verzinkung mit Zinkpulver. Bei Interesse bitten wir Sie Rücksprache mit uns zu halten.

    Beachten Sie jedoch, daß Hohlräume mit diesem Verfahren nicht behandelt werden können.
  • Verzinkte Bauteile werden von uns generell vor der Beschichtung getempert (Aufpreis 20%), um die Nadelstiche zu reduzieren. Sollten Sie das Tempern nicht wünschen, bitten wir Sie dies ausdrücklich zu vermerken.

    Die Teile sollten vor der Beschichtung trocken gelagert und transportieren werden, um die Gefahr der Bildung von (Weiß)rost zu verhindern.
  • Soweit nicht anders angegeben, verwenden wir Polyester-Pulver, glatt mit GSB-Zulasung und einem Glanzgrad von ca. 85% ±10%.
  • Die zu beschichtenden Teile keinesfalls Sylikondämpfen aussetzen oder mit Silikon in Berührung bringen sowie Schweißnähte nicht mit silikonhaltigem Schweißspray behandeln! Oberflächenfehler sind sonst unvermeidbar.
  • Bei Metallic-beschichteten Teilen bitte unbedingt unsere Reinigungsempfehlungen einhalten, da abrassive Reinigungsmittel den Metallic-Effekt zerstören.
  • Für Beschichtungsfehler, hervorgerufen durch Nichtbeachtung einer oder mehrerer dieser Richtlinien, übernehmen wir keinerlei Haftung.
Bürozeiten: Mo-Do: 7.30 - 12.00 Uhr 13.00 - 17.00 Uhr Freitag: 7.30 - 15.00 Uhr

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